floorcodes@domotex

floorCODES – Zukunft Boden!

… so der Titel der Zukunftsstudie, die das Institute International Trendscouting (IIT) an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim, in Kooperation mit Partnern wie der Uzin Utz AG, der MEGA eG und der Deutschen Messe AG 2017 initiiert hat. Ziel der Studie ist es, einen fundierten Dialog mit ExpertInnen der Architektur, der Gestaltung und des Handwerks in Gang zu setzen. Dieser soll interdisziplinär geführt werden, Zukunftsszenarien entwickeln und so gestalterische Impulse für den Boden der Zukunft liefern.

floorCODES – THE FUTURE OF FLOORS!

…is the title of the future study initiated in 2017 by the Institute International Trendscouting (IIT) at the University of Applied Sciences and Arts HAWK in Hildesheim, in cooperation with partners such as Uzin Utz AG, MEGA eG and Deutsche Messe AG. The aim of the study is to start a meaningful dialogue between experts from the fields of architecture, design and crafts. This interdisciplinary dialogue will help to develop future scenarios and create design impulses for the floors of tomorrow.

Domotex 2018 – UNIQUE YOUNIVERSE

Erstmals wird es zur DOMOTEX 2018 ein Leitthema geben, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung ziehen wird. UNIQUE YOUNIVERSE steht für den starken Trend zur Individualisierung. Produkte und Dienstleistungen werden zunehmend personalisiert bzw. für individuelle Bedürfnisse angefertigt. Auch wollen Kunden in Zukunft noch intensiver am Entwicklungsprozess neuer Produkte beteiligt werden. Neue innovative Technologien machen zudem einzigartige personalisierte Kundenerlebnisse möglich. Auf der DOMOTEX 2018 werden genau diese Themen für die Bodenbelagsbranche inszeniert, diskutiert und prominent in den Fokus gerückt.

Boden neu denken!

floorCODES – BODEN NEU DENKEN!

…so der Titel der Zukunftsstudie, die das Institute International Trendscouting (IIT) an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim, in Kooperation mit Partnern wie der Uzin Utz AG, der MEGA eG und der Deutschen Messe AG im September 2017 initiiert hat. Ziel der Studie ist es, einen fundierten Dialog mit ExpertInnen der Architektur, der Gestaltung und des Handwerks in Gang zu setzen, der interdisziplinär geführt werden soll und gleichzeitig gestalterische Impulse für den Boden der Zukunft gibt.

Die an der Studie beteiligten Forscher, recherchieren, erzählen, gestalten und inszenieren die Geschichte des Bodens neu und dies vor allem unter den Aspekten Raum, Boden, Wand, Decke vs. Form, Farbe, Oberfläche und Material in der Gesellschaft 1950 – 2017 mit Ausblick in zukünftige Denkmodelle. Die Studie bietet damit eine gute Basis für die Inhalte des neuen Messekonzeptes FRAMING TRENDS, welches auf der DOMOTEX 2018 ff. zu sehen und zu erleben sein wird.

Einblicke in erste Studienergebnisse gewährt das Institut der HAWK Hildesheim im Rahmen der DOMOTEX in Hannover auf ihrem Stand S2527 in Halle 9 auf der Sonderschaufläche Framing Trends.

Dem aber nicht genug. Begleitet wird die Vorstellung der Studie während der DOMOTEX von einer Impulsausstellung, bei der die bislang erhobenen Daten in Form einer „kulturellen Beweisführung“ als raumgestalterisches Entwicklungsmodell von 1950 bis zur Gegenwart verfasst werden, um die Raum-, Gestaltungs- und Stilausprägungen gesellschaftlich und kulturell zu verankern.

Und noch ein weiteres Angebot auf dem Stand der Hochschule verbindet die Theorie mit der Praxis: In mobilen Labs, den sogenannten floorCODES WorkLabs, haben interessierte Teilnehmer während der Weltleitmesse für Teppiche und Bodenbeläge die einmalige Gelegenheit, auf Basis der Studie und der bis dato vorliegenden Forschungsergebnisse im WorkLab impulsgebende Zukunftsszenarien nach der Methode IIT HAWK zu erarbeiten. Das WorkLab stellt damit den Übergang der Gegenwartbetrachtung in Richtung Zukunftsgestaltung dar. Es gibt einen Einblick in die Methoden der Zukunftsforschung. Die Methode ist hilfreich, um bei Wettbewerben oder grundsätzlichen Planentwicklungen methodisch und begründbar vorzugehen. Am Ende eines WorkLabs sollen die vielen Eindrücke und Materialimpulse inspirieren und ein Erlebnisse für die Sinne darstellen.

Die Studie in Verbindung mit den WorkLabs ist eine mobile und interaktive Forschungs- und Kommunikationsplattform für Architekten, Maler und Raumausstatter. Besucher wie Teilnehmer der WorkLabs bekommen einen Überblick wie Trends entstehen und woraus sie sich entwickelt haben. Damit sind aktuelle Tendenzen erklärbar und auch in Richtung Zukunft vorstellbar.

Die floorCODES WorkLabs finden während der DOMOTEX 2018 vom 12. bis 15. Januar täglich statt:

  • Am Vormittag jeweils von 11 – 12 Uhr
  • Am Nachmittag jeweils von 15 – 16 Uhr

Veranstaltungsort: Halle 9, Stand S2527

 

Ausblick – Wie geht es nach der DOMOTEX 2018 konkret weiter?

Die Vorstellung der ersten Forschungsergebnisse zusammen mit der Impulsausstellung und den interdisziplinären WorkLabs sind nur der Auftakt, quasi die Initialzündung für die weitere Zukunftsforschung. Im Nachgang zur DOMOTEX sind weitere mobile WorkLabs an den Standorten Ulm (Gastgeber: Uzin Utz AG), Hamburg (Gastgeber: MEGA eG) und Hannover (Gastgeber: Deutsche Messe AG) geplant, in deren Rahmen nach der DNA für den Boden der Zukunft geforscht werden soll.

 

Zum Hintergrund:

floorCODES/ZUKUNFT BODEN

Architektur ist eine soziale Tatsache, die sich räumlich formt. Erst formen wir unsere Gebäude, dann formen sie uns. Gebäude, die wir heute planen, sind Prognosen wie wir in Zukunft leben werden. Damit architektonische Zukunftseinschätzungen den kommenden vielschichtigen Herausforderungen gewachsen sind, müssen wir uns heute mit den gesellschaftlichen und technischen Veränderungen in der Zukunft auseinandersetzen.

Böden tragen entscheidend zum architektonischen Gesamteindruck und durch ihre Materialität und Anmutung zur Aufenthaltsqualität bei. Gleichzeitig müssen Fußböden den enormen Anforderungen eines extrem beanspruchten Bauteils im Gebäude gerecht werden. Werden sie dieser Rolle auch in Zukunft gerecht? Ist die Bedeutung des Bodens bei den Planungsbeteiligten heute schon entsprechend im Bewusstsein verankert?

BODEN NEU DENKEN

Die Zukunftspositionierung schafft eine neue Relevanz des Themas. Der Architekt ist zugleich Generalist und Treuhänder – als Generalist ist der Boden heute nur ein raumbestimmendes Element in seiner Arbeit, das es gilt in seiner Bedeutung für die Architektur stärker herauszuarbeiten.

Als Treuhänder des Bauherrn muss er genau die möglichen zukünftigen Anforderungen kennen, um richtige räumliche Antworten auf die Fragen des zukünftigen Lebens formulieren zu können.

ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT – Studie und Methode

Die Forschungsinitiative erforscht zunächst die typische Verwendung von Bodenbelägen in der Architektur. Nach dem Prinzip „Zukunft braucht Herkunft“ arbeitet sie nach dem Methodenkanon des IIT HAWK zunächst Vergangenheit und Gegenwart bildhaft auf, um zu verstehen wie die Entwicklung und Verwendung von Bodenbelägen im Kontext technischer, gesellschaftlicher und/oder gestalterischer Strömungen stattgefunden hat.

Die aktuelle Studie knüpft bei der Erarbeitung in wesentlichen Aspekten an sehr vielen parallelen Denkansätzen der Studie „Buch der Herkunft“ der Uzin Utz AG aus dem Jahr 2011 an. Weiterführende Informationen zum „Buch der Herkunft“ finden Sie unter http://www.uzin-utz.de/presse/lesen/detail/buch-der-herkunft-1257/

 

Ihr Ansprechpartner für Fragen im Vorfeld und vor Ort auf der DOMOTEX:

Professor Markus Schlegel

Leitung Institute international Trendscouting (IIT)

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Hildesheim

E-Mail: markus.schlegel@hawk-hhg.de

Entwürfe für den Boden von Morgen.

Wir zeigen die Ergebnisse der Gestaltungstechnik CMF. Die Entwürfe basieren auf der intensiven Auseinandersetzung mit dem Phänomen Farbe und Oberfläche. Aufgaben sind: Storytelling und Narrationen entwickeln. Farben und Oberflächen/Material in eine verständliche Beziehung setzen. Farben und Formen in eine verständliche Beziehung setzen. Zielgruppen erkennen und zielgerichtet gestalten. Aktuelle Farbkollektionen entwickeln und begründen. Optische, funktionale und kulturelle Entwurfsmomente erkennen und unterscheiden. Digitale Oberflächentechniken kennenlernen und umsetzen. Objekte fotografisch visualisieren und präsentieren. Der Kurs wird geleitet von Prof. Timo Rieke, Fakultät Gestaltung, Farbdesign.

ProjektteilnehmerInnen:

Beewen, Ildiko
Dannemann, Nadine
Hasdorf, Linda
Huber, Franziska
Kersten, Mario
Knjasew, Christina
Krämer, Mia
Kühne, Lukas
Läbe, Anna-Magdalena
Lambrecht, Laura
Muth, Laura
Novak, Chiara
Osterode, Ann-Sophie
Schenk, Annika
Schorr, Verena Arancha
Soltendieck, Luisa
Tullney, Valeska
Ulus, Yasemin

Tutorinnen
Guri, Jenniffer
Kelpe, Elena
Meyer, Katharina

 

DAS WORKLAB IIT@DOMOTEX

Das WorkLab stellt den Übergang der Gegenwartsbetrachtung in Richtung Zukunftsgestaltung dar. Auf Basis der Studie und der entsprechend bis dahin vorliegenden Auswertung werden impulsgebende Zukunftsszenarien für den Bodenbelag der Zukunft erarbeitet. Diese sind skizzenhaft zu verstehen und sollen aufzeigen, wie zu diesem Thema bildhaft narrativ gedacht werden kann und in welche Richtung mögliche Entwicklungen gehen könnten.

WorkLab auf der Messe: Das Ziel ist, Aussteller und Besucher der Messe und die spezifisch zum Lab eingeladenen Experten aus Architektur und Hochschulumfeld zur Zukunft zu befragen, sie aktiv bei Scoutings, Monitorings mitwirken zu lassen und über gesteuerte Diskurse zu Themen der Lebensgestaltung oder zukunftsfähigen Oberflächen- und Materialentwicklungen zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

 

The future of Flooring

Students working on concepts for the flooring of tomorrow.

Erste Ergebnisse aus dem Semester-Grundlagenkurs CMF (Color Material Finish / Farbe, Material, Oberfläche). Farbe vereint Eigenschaften aus allen menschlichen Sinnen, vermittelt kulturelle Werte und ist rein funktional wirksam. Ein gutes Farbdesign reagiert gleichermaßen auf diese drei Parameter und vereint sie in Abhängigkeit zum Produkt. Gutes Farbdesign ermöglicht lesbare und identifizierbare Objekte und Räume in beinahe allen Lebensbereichen. Identifizierbar bedeutet, diejenigen Farben und Materialien auszuwählen, welche die Essenz des Objektes oder Raumes im zeitlichen und räumlichen sowie emotionalen und funktionalen Kontext unterstreichen. Durch die Anwendung spezifischer Methoden des Farbdesigns können wir die Codes oder die Sprache der Farbe kontextgebunden an die Gegenwart und mögliche Zukunft anpassen.

Abb.: Elena Kelpe

 

floor/CODES auf der Domotex 2018 in Hannover

SEPTEMBER 2017 – JANUAR 2018
unterstützt von Uzin Utz, Deutsche Messe AG und MEGA

 

Architektur ist eine soziale Tatsache, die sich räumlich formt. Erst formen wir unsere Gebäude, dann formen sie uns. Gebäude, die wir heute planen, sind Prognosen wie wir in Zukunft leben werden. Damit architektonische Zukunftseinschätzungen den kommenden vielschichtigen Herausforderungen gewachsen sind, müssen wir uns heute mit den gesellschaftlichen und technischen Veränderungen in der Zukunft auseinandersetzen. Böden tragen entscheidend zum architektonischen Gesamteindruck und durch ihre Materialität und Anmutung zur Aufenthaltsqualität bei. Gleichzeitig müssen Fußböden den enormen Anforderungen eines extrem beanspruchten Bauteils im Gebäude gerecht werden. Werden sie dieser Rolle auch in Zukunft gerecht?

Ist die Bedeutung des Bodens bei den Planungsbeteiligten heute schon entsprechend im Bewusstsein verankert?

BODEN NEU DENKEN

Die Zukunftspositionierung schafft eine neue Relevanz des Themas. Der Architekt ist zugleich Generalist und Treuhänder – als Generalist ist der Boden heute nur ein raumbestimmendes Element in seiner Arbeit, das es gilt in seiner Bedeutung für die Architektur stärker herauszuarbeiten.

Als Treuhänder des Bauherren muss er genau die möglichen zukünftigen Anforderungen kennen, um richtige räumliche Antworten auf die Fragen des zukünftigen Lebens formulieren zu können.

ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT – Studie und Methode

Die Forschungsinitative erforscht zunächst die typische Verwendung von Bodenbelägen in der Architektur. Nach dem Prinzip „Zukunft braucht Herkunft“ arbeitet sie nach dem Methodenkanon des IIT HAWK zunächst Vergangenheit und Gegenwart bildhaft auf, um zu verstehen wie die Entwicklung und Verwendung von Bodenbelägen im Kontext technischer, gesellschaftlicher und/oder gestalterischer Strömungen stattgefunden hat.

ZIEL DES PROJEKTES

Die Studie >>floorCODES<< will sowohl einen fundierten Dialog in Gang setzten, der interdisziplinär geführt werden kann und soll, wie auch gestalterische Impulse für die Zukunft geben

Zukunft Boden: Individualisierung

Wie anpassbar und personalisierbar wird der Boden der Boden der Zukunft? Wird der Boden selbst als dreidimensionales Element zum Raum und kann es Mehrfachnutzungen geben? Finden Bodenbeläge im Sinne eines Raumkontinuums neue Einsatzbereiche an Möbeln, Wand oder auch Decke? Dieser Gedankenansatz wurde in Anlehnung an den Jacht- und Wohnmobilausbau verfolgt und zeigt den Boden der Zukunft als Mischform von Möbel, Stauraum und Boden. Ein weiteres Szenario beschäftigt sich damit, den Boden als Zonierung in Raumsystemen einzusetzen und dabei die Trennung von Wand und Boden lokal aufzuheben.

modular! Raumsparende, modulare Bodenlösung für Wohnungen in Ballungsräumen der Zukunft

Abb.: Carolin Libuda

Zukunft Boden: Neue Materialanforderungen

Bleiben oder verändern sich bekannte Belagarten wie zementgebundene und keramische Oberflächen, Naturstein, Textil, Holzböden, elastische Böden oder Laminat? Welchen Einfluss haben Forderungen nach Nachhaltigkeit, Lebensdauer, Cradle-to-Cradle und Wiederverwertbarkeit? Hier zeigen die Szenarien erste Ansätze, die den Boden der Zukunft beispielsweise als pilzartig wachsende Oberfläche sehen, die später reversibel und kompostierbar sein kann.

MYCO-FLOOR – selbst-wachsender Bodenbelag aus Pilzgewebe. Der Boden der Zukunft ist wachsend!

Abb.: Lena Lübben

Zukunft Boden: Intelligente Böden mit Zusatzfunktion

Wie viel Technik kann der Boden aufnehmen? Der intelligente Boden wird das Raumklima steuern und wird zum Kommunikationsmedium und Datenspeicher – um nur einige Gedankenmodelle zu nenne. Der Einfluss von Sonderfunktionen wie Wegeleitsysteme oder Energieerzeugung und -speicherung ist heute schon naheliegend und wurde experimentell weitergedacht.

Lumioak – Integration von Funktion und Dekoration  – nachleutender Echtholz-Bodenbelag. Der Boden der Zukunft ist ein Leben lang erweiterbar!

Abb.: Anna-Magdalena Läbe

 

SYMBIOSE – Integration von Boden- und Wandgestaltung in zeitgemäßer, programmierter Ornamentik und innovativem Materialmix. Der Boden der Zukunft ist symbiotisch!

Abb. : Tatiana Böshans

Zukunft Boden: Technische Ansprüche

Welche Anforderungen werden künftig an den Boden gestellt? Hierzu wurden Aspekte von stetigem physischem Kontakt des Nutzers, Sicherheit, Gesundheit, Schichtabfolgen mit unterschiedlichen Aufgaben, Akustik, Bauphysik und thermischer Raumkonditionierung bis zu hygienischen Funktionen hinterfragt. Auch der Einfluss der Verlegbarkeit und die Bedeutung von Modulen und Systemen wurde diskutiert.

Farbige Wand-Boden-Module zur Gliederung des Wohnraumes. Der Boden der Zukunft definiert Räume!

Abb.: Lina Bein

Flooring App – programmierbare Bodenlösung. Der Boden der Zukunft ist digital und veränderlich!

Abb.: Alina Schartner

Zukunft Boden: Gesellschaftliche Entwicklungen

Die Studenten setzten sich mit spezifischen Themen wie der Bedeutung der Schwelle, Außen- und Innenbezügen oder dem Thema der Barrierefreiheit auseinander. Welches sind die wichtigsten gesellschaftlichen und kulturellen Einflussfaktoren? Wie werden beispielsweise Innovationen aus dem digitalen Bereich, wie wir sie von Tablet-Anwendungen kennen, auf den Boden übertragbar sein?

Abb.: Alina Schartner

Das Konzept der Studie

Die Zukunft des Bodens wird transparent, wandelbar, symbiotisch, adaptierbar, dreidimensional oder auch selbstreinigend? Diese und weitere Möglichkeiten, Boden-Oberflächen neu zu definieren und mit erweiterten technischen Funktionen oder optischen Eigenschaften zu versehen, haben Studenten am IIT Institute International Trendscouting der HAWK Hildesheim unter Leitung der Professoren Markus Schlegel, Timo Rieke und Meike Weber im Rahmen der momentan laufenden Studie »floorCodes /Boden der Zukunft« entwickelt.

Architektur und Innenarchitektur werden im Rahmen der Studie als Spiegelbilder gesellschaftlicher Strukturen verstanden. »Architektur ist eine soziale Tatsache, die sich räumlich formt. Erst formen wir unsere Gebäude, dann formen sie uns. Gebäude, die wir heute planen, sind Prognosen wie wir in Zukunft leben werden. Damit Prognosen möglichst fundiert und realistisch sein können, müssen wir uns heute mit den gesellschaftlichen Veränderungen in Zukunft auseinandersetzen. Diese haben Einfluss auf die Architektur, die wiederum Veränderungen in allen Bauteilen wie auch im Bereich des Bodens bedingt – als Basis des Raums und bestimmendes Element der Gestaltung«, heißt es in der Projektbeschreibung. Veränderungen wie wachsende Technisierung und Digitalisierung, steigende Umweltaspekte, Nachhaltigkeit und Klimawandel oder soziale Parameter wie der demographische Wandel oder eine steigende Urbanisierung bilden sich in unserer gebauten Umgebung ab und haben einen starken Einfluss auf Materialien, Oberflächen und Farben. Diese Veränderung kann sich dabei auf ästhetische, optische oder haptische Aspekte beziehen, auf technische Funktionen und Materialzusammensetzungen oder auch auf räumliche Zonierenden.

 

die Studie floor/CODES

Die Studie floor/CODES ermittelt Codierungen zur Architektur, Materialität, Oberfläche und spezifisch zum Boden der Zukunft. 

Ausgangslage: Die Weltmesse für Bodenbeläge und Teppiche DOMOTEX plant ab 2018 ein neues Messekonzept Framing Trends. Das IIT HAWK liefert mit der Studie floorCODES den Inhalt zum Thema Herkunft + Zukunft sowie die Begründung wie Trends funktionieren.

Die Studie zeigt dazu methodisch ermittelte Zukunftsszenarien.

Vorgehen: Designer durchlaufen eine Sehschulung durch eine Vergangenheitsbetrachtung.  Existierende Artefakte und gestalterische Ideen der Vergangenheit und Gegenwart lernen die Studierenden durch gezieltes Suchen, Beobachten und Abbilden kennen. So wurden prägende Innenraumbeispiele der letzten 60 Jahre ermittelt. Über 10.000 Beispiele zeigen nun chronologisch und in Epochen geordent Innenraumgestaltungen, formalen Prägungen, Gliederungen und gestalterische Phänomene von Räumen, Möbeln, Materialien und Farbkombinationen.

Das ist unser Fundament für jeglichen Denk- und Gestaltungsansatz in Richtung Zukunft.

In der Zukunftswerkstatt Farbe werden Entwicklungs- und Entwurfsprozesse orientiert an Bestehendem, an aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen der Gesellschaft und des Marktes, sowie an technischen Standards und Innovationen.

Die Studierenden entwickeln bildhafte und erzählende Szenarien zum Boden der Zukunft.  

  • Studie zur Zukunft des Bodens
  • Lehrveranstaltung: Zukunftswerkstatt Farbe, 3.-5. Sem. BA & MA
  • Kompetenzfeld: Farbdesign
  • Prof. Markus Schlegel & Prof. Timo Rieke
  • Kooperationsprojekt mit der dt. messe, mega hamburg und uzin utz