Entwürfe für den Boden von Morgen.

Wir zeigen die Ergebnisse der Gestaltungstechnik CMF. Die Entwürfe basieren auf der intensiven Auseinandersetzung mit dem Phänomen Farbe und Oberfläche. Aufgaben sind: Storytelling und Narrationen entwickeln. Farben und Oberflächen/Material in eine verständliche Beziehung setzen. Farben und Formen in eine verständliche Beziehung setzen. Zielgruppen erkennen und zielgerichtet gestalten. Aktuelle Farbkollektionen entwickeln und begründen. Optische, funktionale und kulturelle Entwurfsmomente erkennen und unterscheiden. Digitale Oberflächentechniken kennenlernen und umsetzen. Objekte fotografisch visualisieren und präsentieren. Der Kurs wird geleitet von Prof. Timo Rieke, Fakultät Gestaltung, Farbdesign.

ProjektteilnehmerInnen:

Beewen, Ildiko
Dannemann, Nadine
Hasdorf, Linda
Huber, Franziska
Kersten, Mario
Knjasew, Christina
Krämer, Mia
Kühne, Lukas
Läbe, Anna-Magdalena
Lambrecht, Laura
Muth, Laura
Novak, Chiara
Osterode, Ann-Sophie
Schenk, Annika
Schorr, Verena Arancha
Soltendieck, Luisa
Tullney, Valeska
Ulus, Yasemin

Tutorinnen
Guri, Jenniffer
Kelpe, Elena
Meyer, Katharina

 

The future of Flooring

Students working on concepts for the flooring of tomorrow.

Erste Ergebnisse aus dem Semester-Grundlagenkurs CMF (Color Material Finish / Farbe, Material, Oberfläche). Farbe vereint Eigenschaften aus allen menschlichen Sinnen, vermittelt kulturelle Werte und ist rein funktional wirksam. Ein gutes Farbdesign reagiert gleichermaßen auf diese drei Parameter und vereint sie in Abhängigkeit zum Produkt. Gutes Farbdesign ermöglicht lesbare und identifizierbare Objekte und Räume in beinahe allen Lebensbereichen. Identifizierbar bedeutet, diejenigen Farben und Materialien auszuwählen, welche die Essenz des Objektes oder Raumes im zeitlichen und räumlichen sowie emotionalen und funktionalen Kontext unterstreichen. Durch die Anwendung spezifischer Methoden des Farbdesigns können wir die Codes oder die Sprache der Farbe kontextgebunden an die Gegenwart und mögliche Zukunft anpassen.

Abb.: Elena Kelpe

 

Zukunft Boden: Individualisierung

Wie anpassbar und personalisierbar wird der Boden der Boden der Zukunft? Wird der Boden selbst als dreidimensionales Element zum Raum und kann es Mehrfachnutzungen geben? Finden Bodenbeläge im Sinne eines Raumkontinuums neue Einsatzbereiche an Möbeln, Wand oder auch Decke? Dieser Gedankenansatz wurde in Anlehnung an den Jacht- und Wohnmobilausbau verfolgt und zeigt den Boden der Zukunft als Mischform von Möbel, Stauraum und Boden. Ein weiteres Szenario beschäftigt sich damit, den Boden als Zonierung in Raumsystemen einzusetzen und dabei die Trennung von Wand und Boden lokal aufzuheben.

modular! Raumsparende, modulare Bodenlösung für Wohnungen in Ballungsräumen der Zukunft

Abb.: Carolin Libuda

Zukunft Boden: Neue Materialanforderungen

Bleiben oder verändern sich bekannte Belagarten wie zementgebundene und keramische Oberflächen, Naturstein, Textil, Holzböden, elastische Böden oder Laminat? Welchen Einfluss haben Forderungen nach Nachhaltigkeit, Lebensdauer, Cradle-to-Cradle und Wiederverwertbarkeit? Hier zeigen die Szenarien erste Ansätze, die den Boden der Zukunft beispielsweise als pilzartig wachsende Oberfläche sehen, die später reversibel und kompostierbar sein kann.

MYCO-FLOOR – selbst-wachsender Bodenbelag aus Pilzgewebe. Der Boden der Zukunft ist wachsend!

Abb.: Lena Lübben

Zukunft Boden: Technische Ansprüche

Welche Anforderungen werden künftig an den Boden gestellt? Hierzu wurden Aspekte von stetigem physischem Kontakt des Nutzers, Sicherheit, Gesundheit, Schichtabfolgen mit unterschiedlichen Aufgaben, Akustik, Bauphysik und thermischer Raumkonditionierung bis zu hygienischen Funktionen hinterfragt. Auch der Einfluss der Verlegbarkeit und die Bedeutung von Modulen und Systemen wurde diskutiert.

Farbige Wand-Boden-Module zur Gliederung des Wohnraumes. Der Boden der Zukunft definiert Räume!

Abb.: Lina Bein

Flooring App – programmierbare Bodenlösung. Der Boden der Zukunft ist digital und veränderlich!

Abb.: Alina Schartner

Zukunft Boden: Gesellschaftliche Entwicklungen

Die Studenten setzten sich mit spezifischen Themen wie der Bedeutung der Schwelle, Außen- und Innenbezügen oder dem Thema der Barrierefreiheit auseinander. Welches sind die wichtigsten gesellschaftlichen und kulturellen Einflussfaktoren? Wie werden beispielsweise Innovationen aus dem digitalen Bereich, wie wir sie von Tablet-Anwendungen kennen, auf den Boden übertragbar sein?

Abb.: Alina Schartner