Das Konzept der Studie

Die Zukunft des Bodens wird transparent, wandelbar, symbiotisch, adaptierbar, dreidimensional oder auch selbstreinigend? Diese und weitere Möglichkeiten, Boden-Oberflächen neu zu definieren und mit erweiterten technischen Funktionen oder optischen Eigenschaften zu versehen, haben Studenten am IIT Institute International Trendscouting der HAWK Hildesheim unter Leitung der Professoren Markus Schlegel, Timo Rieke und Meike Weber im Rahmen der momentan laufenden Studie »floorCodes /Boden der Zukunft« entwickelt.

Architektur und Innenarchitektur werden im Rahmen der Studie als Spiegelbilder gesellschaftlicher Strukturen verstanden. »Architektur ist eine soziale Tatsache, die sich räumlich formt. Erst formen wir unsere Gebäude, dann formen sie uns. Gebäude, die wir heute planen, sind Prognosen wie wir in Zukunft leben werden. Damit Prognosen möglichst fundiert und realistisch sein können, müssen wir uns heute mit den gesellschaftlichen Veränderungen in Zukunft auseinandersetzen. Diese haben Einfluss auf die Architektur, die wiederum Veränderungen in allen Bauteilen wie auch im Bereich des Bodens bedingt – als Basis des Raums und bestimmendes Element der Gestaltung«, heißt es in der Projektbeschreibung. Veränderungen wie wachsende Technisierung und Digitalisierung, steigende Umweltaspekte, Nachhaltigkeit und Klimawandel oder soziale Parameter wie der demographische Wandel oder eine steigende Urbanisierung bilden sich in unserer gebauten Umgebung ab und haben einen starken Einfluss auf Materialien, Oberflächen und Farben. Diese Veränderung kann sich dabei auf ästhetische, optische oder haptische Aspekte beziehen, auf technische Funktionen und Materialzusammensetzungen oder auch auf räumliche Zonierenden.